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SROI Summary

SROI - Social Return on Investment

Ein Modell zur Darstellung und Bewertung sozialer, ökonomischer und sozioökonomischer Leistungen sozialer Dienstleistungsorganisationen

 

Welche Effekte, Rückflüsse und Nutzenaspekte stehen den Investitionen und Kosten gegenüber? Welche auf gesellschaftlicher und welche auf betrieblicher Ebene? Das Modell des Social Return on Investment (SROI) beschäftigt sich mit Leistungen, Leistungseffekten und Werten, die durch Investitionen in soziale und sozialwirtschaftliche Unternehmen geschaffen werden. Betriebliche Leistungen und Leistungseffekte werden als sozialökonomische Wertschöpfungsprozesse verstanden, die einen Investitionserfolg in das Soziale Kapital einer Gesellschaft ausdrücken. Soziale Unternehmen schaffen Werte. Zur Bewertung stellt das Modell SROI Leistungen und Effekte für die bzw. der öffentliche/n Hand jenen auf betrieblicher Ebene gegenüber. Der Wert der sozialökonomischen Leistungen errechnet sich aus den erreichten Einsparungen für den öffentlichen Budgethaushalt gegenüber anderen Transferleistungen.

In seiner praktischen Anwendung unterstützt der SROI die Auseinandersetzung innerhalb der organisationsinternen Leistungs- und Wertschöpfungsprozesse. Dies führt zu einem erweiterten und tieferen Verständnis interner und externer Abläufe und Interessenslagen, wodurch die betrieblichen Leistungen strategisch und zielgerichtet weiterentwickelt werden können. Finanzgeber und Spender erhalten in einem Bericht Kennzahlen zur Effektivität und Effizienz der eingesetzten finanziellen Mittel und anderer Ressourcen. Leistungen, Eigenerwirtschaftungsanteil, sozialarbeiterische und fachpädagogische Aufwendungen und Betriebsausgaben werden transparent und fließen in die Berechnungen der Kennzahlen mit ein. Finanzgeber und Spender - und andere Stakeholder - werden dadurch in ihren Entscheidungen, in welche sozialen Unternehmungen, Projekte und Dienste sie investieren sollen, unterstützt.

Das Konzept des SROI liefert eine aus investiertem (Förder-)Kaptial und den daraus generierten Rückflüssen zu berechnende Kennzahl, die es sowohl Organisationen als auch Finanzgebern ermöglicht, über den effektiven und effizienten Kapitaleinsatz in Programmen bzw. Unternehmungen mit sozialer, sozialpolitischer und sozialwirtschaftlicher Zielsetzung Auskunft zu geben.

Das Konzept wird seit den 1990er Jahren in den USA durch den Roberts Enterprise Development Fund (REDF) entwickelt und angewendet, seit Ende der 1990er Jahre auch in Europa. Für Österreich wurde das Konzept ab 1998 von LQUADRAT Loidl & Laskowski Sozialforschung, Evaluation und Unternehmensberatung aufgenommen und in Kooperation mit der Johannes Kepler Universität Linz (bis 2003) und mit der Fachhochschule JOANNEUM Graz (seit 2003) auf die österreichischen Gegebenheiten hin adaptiert und in Pilotstudien umgesetzt.

Kontakt Büro: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Kontakt: Dr. Rainer Loidl ++43 (0)664 1008073 Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Kontakt: Mag. Wolfgang Laskowski ++43 (0) 676 83059830 Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Aktualisiert (Dienstag, den 13. Juli 2010 um 10:51 Uhr)